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Steuerberater und Unternehmer im Dialog mit Finanzminister Geue

Aktuelle Herausforderungen in Wirtschaft und Verwaltung standen im Mittelpunkt eines Fachgesprächs mit dem Finanzminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Heiko Geue.

© IHK

In Neustrelitz kamen dazu Steuerberaterinnen und Steuerberater sowie Unternehmerinnen und Unternehmer zum Austausch zwischen Praxis und Politik zusammen.

Einleitend wurde die wirtschaftliche Lage in Mecklenburg-Vorpommern thematisiert. Wirtschaftswachstum bleibt die zentrale Voraussetzung für die weitere Entwicklung. Anzustreben sei daher ein wirtschaftsfreundlicheres Klima, insbesondere ein „Kulturwandel" in der Verwaltung hin zu mehr Bürger- und Wirtschaftsfreundlichkeit.

In diesem Zusammenhang wurde das von der Finanzverwaltung entwickelte Dienstleistungskonzept des Landes thematisiert, das auf eine spürbare Verbesserung des Verwaltungshandelns abzielt. Vieles, was Unternehmen heute noch hemmt oder belastet, wurde dort bereits angedacht. Die Teilnehmer regten an, dieses Konzept für eine bürgernahe Finanzverwaltung wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Zuletzt wurde es 2012 aktualisiert. 

Der Finanzminister ging auf konkrete Modernisierungsvorhaben ein, darunter der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Finanzverwaltung. Zudem stellte er aktuelle Aktivitäten des Bundes und der Länder zur Digitalisierung und zum Bürokratieabbau vor, wozu unter anderem der vom Land Mecklenburg-Vorpommern entwickelten digitalen Bauantrag zählt.

In der anschließenden Diskussion sprachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Zunahme der Bürokratie an und verlangten dringend umfassende Reformen. Steuerberaterinnen und Steuerberater schilderten lange Verfahrensdauern insbesondere bei Betriebsprüfungen sowie Schwierigkeiten bei Billigkeitsmaßnahmen und ein bisweilen von Misstrauen geprägtes Auftreten der Finanzbehörden gegenüber Unternehmen.

Insgesamt zeigte der Austausch den Willen aller Beteiligten, Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam weiterzuentwickeln und wirtschaftlich voranzubringen. Die Anwesenden äußerten die Hoffnung, dass die eingebrachten Praxiserfahrungen in die weiteren Planungsprozesse einfließen.