Skip to main content Skip to page footer
| Recht und Steuern Startseite

Viel Bewegung in den Realsteuerhebesätzen

Die Grundsteuerreform hat zu erheblichen Änderungen im Kammerbezirk bezüglich der Hebesätze der Grundsteuer B geführt. Nachfolgend erhalten Sie einen aktuellen Überblick.

© Andrey Popov / Adobe Stock

Während es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte nach derzeitigem Stand in 40 Gemeinden zu Erhöhungen gekommen ist, betraf dies in Vorpommern-Greifswald nur fünf. 15 Kommunen haben ihre Hebesätze der Grundsteuer B gesenkt. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte waren dies nur fünf.

Aber auch die Grundsteuer A hat Bewegung erfahren. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gab es 34 Erhöhungen bei neun Senkungen, im Landkreis Vorpommern-Greifswald war es umgekehrt. Eine Kommune hat erhöht, 13 haben gesenkt.

Insgesamt hat sich damit der Trend zur Steuererhöhung im Kammerbezirk fortgesetzt. Spitzenreiter bei den Hebesätzen der Grundsteuer B bleibt in der Mecklenburgischen Seenplatte die Stadt Neubrandenburg mit nunmehr 650 %. Malchin folgt mit 612 %, Kublank hat 600 %. Über 500 % verlangen mittlerweile zehn Kommunen. In Vorpommern-Greifswald liegen vier Kommunen bei 500 % und mehr: Spitzenreiter bleibt Wackerow mit 700 %, gefolgt von Pasewalk mit 665 %, Eggesin mit 564 % und Behrenhoff mit 500 %. 

Die Hebesätze der Grundsteuer A für landwirtschaftliche Grundstücke nähern sich diesen Werten an. In der Mecklenburgischen Seenplatte liegt Priepert mit 700 % über dem höchsten Grundsteuer B-Hebesatz von Neubrandenburg. Grünow folgt mit 640 %, Zettemin mit 603%. Zehn Kommunen verlangen zwischen 500 bis unter 600 %. In Vorpommern-Greifswald sind die Hebesätze insgesamt nicht so hoch. Anklam liegt mit 600 % an der Spitze, gefolgt von Wackerow mit 560 % und Stolpe an der Peene mit 500 %.

Bei der Gewerbesteuer haben bislang 14 Kommunen die Gewerbesteuerhebesätze angehoben, drei haben sie gesenkt. Spitzenreiter im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bleibt Neubrandenburg mit 440 % gefolgt von Kublank mit 430 %, Beseritz mit 420 % und Groß Miltzow und Golchen mit je 410 %. In Vorpommern-Greifswald erheben bereits sechs Gemeinden 450 %, nämlich Anklam, Jatznick, Nieden, Stolpe an der Peene, Torgelow und Wackerow.

Da noch nicht alle Kommunen ihre Haushaltssatzungen für das Jahr 2025 verabschiedet haben, kann es zu weiteren Veränderungen kommen. Insgesamt lässt sich feststellen, dass es infolge die Grundsteuerreform zu teils erheblichen Erhöhungen der Realsteuerhebesätze für Grundstücke geführt hat.