Skip to main content Skip to page footer
| Standortpolitik Startseite

Regionale Wirtschaft mit besseren Geschäften bei weiter gesunkener Investitionsbereitschaft

Die wirtschaftliche Lage in der Mecklenburgischen Seenplatte und in Vorpommern-Greifswald hat sich leicht erholt.

Ein Metall wird geschweißt.

© Wisky / Adobe Stock

„Die Geschäfte der Unternehmen laufen besser als im Frühsommer, die Erwartungen hellen sich auf, doch von einem nachhaltigen Aufschwung kann keine Rede sein. Den Unternehmen fehlt eine langfristige Perspektive“, sagte Torsten Haasch.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern stellte heute (2. November) gemeinsam mit Unternehmerin Martina Leffin, Inhaberin des Fahrradhauses Leffin in Neubrandenburg und Vorsitzende des IHK-Handelsausschusses, die Ergebnisse aus der aktuellen Konjunkturumfrage vor. Der Geschäftsklimaindikator, der Lage und Erwartungen zusammenfasst, ist um zehn Punkte gegenüber der Vorumfrage geklettert. Er liegt nun bei 94 Indexpunkten, immer noch weit unter dem zehnjährigen Mittel in Höhe von 107 Indexpunkten. An der Umfrage hatten sich insgesamt 366 Unternehmen aus Industrie, Bau, Handel, Dienstleistungen, Verkehr und Gastgewerbe beteiligt. 

Trotz dieser leicht besseren Einschätzung steht die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen massiv unter Druck. So verschaffen ihnen die gestiegenen Kosten für Energie und Personal nicht mehr die Eigenkapitalbasis, um zukunftsgerichtet zu investieren. Die Investitionsbereitschaft ist weiter gesunken.  Die Befragten sehen sich überwiegend gezwungen, ihre Investitionen auf Ersatzbeschaffungen zu beschränken. Die Unzufriedenheit mit den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ist unter den Firmenchefs weiterhin sehr groß. Entsprechend groß sind die Erwartungen auch gegenüber der künftigen Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern.

Damit die gewerbliche Wirtschaft wieder in Schwung kommt und auf einen Wachstumspfad gelangt, muss sie schnell finanziell entlastet werden, adressierte der IHK-Hauptgeschäftsführer eine Forderung der regionalen Wirtschaft an die Politik. Seiner Meinung nach braucht es dazu:

  • Senkung der Energiekosten
  • Reformen in der Arbeits- und Sozialgesetzgebung, die die Lohnnebenkosten reduzieren
  • Steuer- und Abgabensenkungen
  • Berufliche Bildung stärken: Ausbildungsfähigkeit erhöhen und Berufsschulstandorte sowie -lehrkräfte sichern und
  • Entlastung von bürokratischen Vorgaben.